Nachhaltigkeits-Index

Bambus

Textilien aus Bambus erfreuen sich wachsender Beliebtheit, nicht zuletzt wegen der hervorragenden Eigenschaften: Bambus ist weich und geschmeidig, atmungsaktiv, von Natur aus antibakteriell und absorbiert 3-4 Mal mehr Feuchtigkeit als Baumwolle. Aus diesem Grund werden Bambusfasern auch gerne für umweltfreundliche Stoffwindeln eingesetzt. Das Material hat aber noch einen weiteren Vorteil: Bambus ist ein sehr schnell nachwachsender Rohstoff, weshalb jährlich große Mengen gefällt werden können, ohne den Bestand zu gefährden.

 

Bananatex

Bananatex® ist das weltweit erste technische Gewebe aus Fasern der Bananenpflanze. Das langlebige und robuste Material mit einer fein strukturierten Haptik eignet sich hervorragend für die Herstellung von Taschen. Bananatex ist ideal für alle, die Leder mögen, aber eine umwelt- und tierfreundliche Alternative suchen.

 

Bio-Baumwolle (kbA)

Baumwolle zählt weltweit zu den beliebtesten Fasern - sie steckt in etwa der Hälfte aller Textilien. Leider hat die Sache einen Haken: Aufgrund des sehr hohen Wasserverbrauchs und dem häufigen Einsatz von Pestiziden ist die vielseitige Naturfaser aus konventioneller Herstellung alles andere als nachhaltig. Im Gegensatz zu herkömmlicher Baumwolle bietet Bio-Baumwolle daher eine Menge Vorteile: Baumwollpflanzen sind oft genmanipuliert, was beim Bio-Anbau verboten ist.  Auch chemisch-synthetische Dünge- und Pflanzenschutzmittel sind im Bio-Anbau tabu, was neben dem Schutz der Natur mehr Sicherheit für die Produzenten bedeutet. Nicht zuletzt ist der Wasserverbrauch von Bio-Baumwolle bis zu 91% geringer. Bio-Baumwolle wird u.a. durch das global anerkannte GOTS-Siegel oder auch das deutsche IVN-Siegel gekennzeichnet. Beide Siegel garantieren neben ökologischem Anbau auch bestimmte Mindeststandards bei der Herstellung. Zusätzliche Zertifizierungen, die Hinweise über die Art der Weiterverarbeitung geben, sind das Fairtrade-Siegel und die Mitgliedschaft des Unternehmens in der Fair Wear Foundation.

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Brennnessel

Textilien aus Brennnesselfasern sind heute fast völlig in Vergessenheit geraten, dabei haben sie weltweit eine lange Tradition. Die frühesten Beweise für die Nutzung von Nesselstoffen stammen bereits aus dem Bronzezeitalter. Auf der Suche nach nachhaltigen Alternativen zu Baumwolle erlebt die vielseitig anwendbare Brennnessel nun ein Revival. Der Vorteil: Für die Herstellung braucht man weniger Wasser als für den traditionellen Baumwollanbau und kaum Pestizide. Außerdem gibt es keine gesetzlichen Hürden wie beispielsweise beim Anbau von Hanfpflanzen. Das Material lässt sich sehr gut einfärben, kühlt an heißen Tagen und schützt die Körperwärme bei Kälte. Brennnessel ist zudem reißfest, pflegeleicht und hautfreundlich.

 

Cupro

Cupro (Kupferseide, Cupresa) ist wie Viskose eine Zellulosefaser. Besonders in den Nachkriegsjahren war die Kupferfaser aufgrund seiner schimmernden Optik beliebt in Kleidern, Röcken und Blusen. Heute werden Cuprofasern vor allem zu Futterstoffen von Jacken oder Mänteln verarbeitet, denn sie sind atmungsaktiv, feuchtigkeitsabsorbierend und laden sich nicht statisch auf.

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Hanf (kbA)

Kaum eine Nutzpflanze hat eine so gute Ökobilanz wie Hanf. Die Naturfaser, die aus den Stängeln der Hanfpflanze (Cannabis Sativa) gewonnen wird, zeichnet sich vor allem durch ihre Langlebigkeit und Strapazierfähigkeit aus. Im Gegensatz zu Baumwolle ist Hanf wenig anspruchsvoll und wächst schnell nach. Hanf benötigt zudem weder Pflanzenschutz- noch Insektenschutzmittel und kommt mit sehr wenig Wasser aus. Textilien aus Hanffasern fühlen sich auf der Haut angenehm an und punkten vor allem durch eine gute Saugfähigkeit. Stoffe aus 100% Hanf haben eine recht grobe und raue Textur. Kleidungsstücke aus einer Hanf-Baumwoll-Mischung hingegen fühlen sich genauso weich auf der Haut an wie Textilien aus reiner Baumwolle.

 

Hanf-Seide

Hanf-Seide bezeichnet die Kombination aus Seide und Hanf. Das Ergebnis ist ein wunderschön fallender, strapazierfähiger und griffiger Stoff mit einem charakteristischen Glanz. Stoffe aus Hanfseide eignen sich vor allem für Festbekleidung und Abendmode aber auch für Wohnraumtextilien, z.B. Vorhänge und Kissenbezüge.

Kaschmir

Bei Kaschmir handelt es sich genauer gesagt um eine ganz spezielle Art Wolle. Der Name ist von der Region Kaschmir abgeleitet - dem Ursprungsort der Kaschmirziege. Das besonders feine gereinigte Unterhaar der Ziege zählt weltweit zu den Edelhaaren und ist besonders durch sein geringes Eigengewicht und den guten Wärmerückhaltungseigenschaften bekannt geworden. Da es sich bei Kaschmir um eine der teuersten und luxuriösesten Naturfasern handelt wird es gerne mit Schur- oder Merinowolle gemischt angeboten. 

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Kork

Die meisten kennen Kork als natürlichen Flaschenverschluss, Bodenbelag oder auch von Pinnwänden. Mittlerweile wird das Material aus der Rinde der Korkeiche auch für Mode und Accessoires eingesetzt, zum Beispiel bei der Herstellung von Taschen, Geldbörsen, Gürtel oder Schuhen. Aufgrund seiner Eigenschaften stellt Kork eine hervorragende Alternative zu Leder dar und erfreut sich nicht nur unter Veganern und Tierfreunden wachsender Beliebtheit.

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Lederalternativen wie Ananasleder / Palmleder (Pinatex) sowie Papierleder/ SnapPap  (von Cartina)

Pinatex, auch bekannt als Ananasleder, ist der Newcomer unter den Lederalternativen. Dabei handelt es sich um Zellstofffasern, die aus Ananasblättern gewonnen werden. Das natürliche Produkt entsteht als Nebenprodukt der Ananasernte und benötigt keine zusätzlichen Ressourcen wie Wasser, Düngemittel oder Pestizide. Pinatex zeichnet sich durch Vielseitigkeit, Leichtigkeit und Flexibilität aus, weshalb es sich gut zu Schuhen oder verschiedenen Accessoires verarbeiten lässt.

Papierleder oder SnapPap ist eine nicht-tierische Lederalternative aus recycletem Papier. Die Innovation des italienischen Herstellers Cartina gilt als widerstandsfähig und wasserfest. 

 

Leinen (kbA)

Leinen zählt zu den ältesten heimischen Kulturpflanzen. Die vielseitige Faser wird aus den Stängeln der Flachspflanze (Linum usitatissimum) gewonnen und ist von Natur aus antibakteriell, schmutzabweisend und robust. Aufgrund seiner hervorragenden Saugfähigkeit und kühlenden Wirkung eignet sich Leinen besonders gut für Sommermode.

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Lyocell, Tencel

Lyocell/Tencel ist ein neuartiger Stoff, der neben einem hervorragendem Tragekomfort mit Vielseitigkeit und einer positiven Ökobilanz punkten kann. Lyocell ist die allgemeine Bezeichnung für eine umweltfreundliche, industriell hergestellte Zellulosefaser, die nach dem Direkt-Lösemittelverfahren aus Eukalyptusholz hergestellt werden. Lyocell ist bekannter unter dem Namen Tencel, der eingetragene Markenname für Lyocellfasern der Lenzing AG.

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Modal

Bei Modal handelt es sich um eine chemisch hergestellte Kunstfaser natürlichen Ursprungs, die aus Buchenholz hergestellt wird. Im Vergleich zu Baumwolle gilt Modal als nachhaltiger, da bei der Herstellung weniger Wasser und Energie benötigt werden. Textilien aus Modal atmungsaktiv, rund 50% saugfähiger als Baumwolle und strapazierfähig. Da Modal im Vergleich zu Baumwolle elastischer ist, sind die daraus hergestellten Kleidungsstücke auch weniger knitteranfällig.

 

Peace Silk

Peace Silk (auch bekannt als Ahimsa Silk oder gewaltfreie Seide) stellt eine Alternative für Menschen dar, die nicht auf die luxuriöse Naturfaser verzichten möchten, aber denen das Wohl von Tieren und der Umwelt am Herzen liegt. Anders als bei der herkömmlichen Seidengewinnung, ermöglicht die gewaltfreie Seidenzucht die Vollendung der Metamorphose von der Seidenraupe zum Schmetterling, so dass kein Tier sterben muss. Hinzu kommt, dass die Seidenraupenzucht unter natürlichen Bedingungen ohne den Einsatz von Fungiziden oder Insektiziden erfolgt. Erst wenn die Schmetterlinge ihre Kokons verlassen haben, werden diese verarbeitet.

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Seide, Wildseide

Seide ist eine sehr feine Textilfaser, die aus dem Kokon der Seidenraupe gewonnen wird. Bei der herkömmlichen Seidengewinnung werden die Zuchtraupen noch vor dem Schlüpfen getötet, indem sie lebendig gekocht werden. Das ist bei Wildseide anders: Die Kokons wild lebender Seidenspinner werden erst nach dem Schlüpfen der Schmetterlinge eingesammelt, wodurch ihre Metamorphose nicht unterbrochen wird. Allerdings hat dadurch jeder Kokon ein Loch und die Fasern sind somit deutlich kürzer. Wildseide ist normalerweise etwas gröber als die normale Seide. Charakteristisch für Wildseide sind die leichten Verdickungen im Gewebe, die entstehen, wenn die einzelnen Seidenfäden zusammengesponnen werden.

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Tyvek®

Tyvek ist ein sehr reißfestes, recyclebares Material, das aus Polyethylen hergestellt wird. Bekannt geworden ist der Vliesstoff eigentlich aus der Architektur, doch mittlerweile wird Tyvek von Designern auch erfolgreich für die Herstellung von Mode eingesetzt.

 

SeaCell

Seacell ist eine innovative Hightech-Faser, die aus Algen gewonnen wird und zudem gut für die Haut ist. Beim Tragen dieser Kleidung sondert diese diverse Nährstoffe (Vitamine, Spurenelemente, Eisen und Jod) an den Körper ab. Seacell wird u.a. in T-Shirts, Bademode und Unterwäsche verarbeitet.

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Viskose, Lenpur

Lenpur, auch bekannt als Peace-Viskose, stellt eine nachhaltige Alternative zur traditionellen Viskose dar. Als Grundlage dient ausschließlich Zellulose aus dem Rückschnitt von Bäumen in der Forstwirtschaft, sodass für die Herstellung kein einziger Baum gefällt werden muss. Ähnlich wie bei der Lyocell/Tencel-Herstellung findet das Verfahren mikroorganisch und ohne chemische Zusätze statt.

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Wolle (kbT) / Merinowolle / Alpaka-Wolle

Wolle wird aus Tierhaaren gewonnen und bezeichnet nach dem Textilkennzeichnungsgesetz vor allem die Haare von Schafen. Es ist somit ein nachwachsender und biologisch abbaubarer Rohstoff. Merinowolle ist die Wolle von Merinoschafen und zählt zu den hochwertigsten Wollsorten auf dem Markt. Alpaka-Wolle hingegen stammt von Alpakas, einer besonderen Kamelart, die in den südamerikanischen Anden beheimatet sind. Siehe zudem auch Kaschmir-Wolle.

Das Thema Wolle ist sehr komplex, da bei der Herstellung unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. Es gibt jedoch eine Reihe von Labeln und Siegeln, an welchen man sich orientieren kann:

  • kontrolliert biologische Tierhaltung (kbT): gemäß den Richtlinien für ökologischen Landbau. Schreibt u.a. ausreichend große Weideflächen vor, das umstrittene Mulesing und der Einsatz von Pestiziden ist verboten, Tiertransporte müssen schonend sein
  • „Naturtextil“ IVN Best: gilt als das strengste Öko-Label der Branche und umfasst alle Schritte der Kleidungsproduktion, kbT ist vorgeschrieben
  • GOTS (Global Organic Textile Standards): weniger streng, nur 70 % des Faseranteils muss aus kbT stammen
  • Responsible Wool Standard (RWS): Standard für den Tierschutz bezogen auf Wollprodukte (u. a. kein Mulesing)

Besonders das Mulesing, eine Prozedur, bei der jungen Lämmern im Bereich des Schwanzes ein Stück Haut mit einem Messer entfernt wird, ist sehr umstritten. Dadurch soll das Risiko für Fliegenbefall gesenkt werden. Für die Tiere bedeutet der Eingriff aber vor allem Schmerzen und mögliche Entzündungen.

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